Verlauf der Dunkeladaptationsendschwelle im Krankheitsverlauf der Retinitis Pigmentosa

DSpace Repository


Dateien:

URI: http://hdl.handle.net/10900/118568
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1185685
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-59942
Dokumentart: Dissertation
Date: 2021-09-03
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Stingl, Katarina (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2021-06-29
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Augenheilkunde , Medizin , Augenkrankheit , Erbkrankheit , Degeneration , Netzhaut , Retinitis , Erblindung , Blindheit , Verlauf
Other Keywords: FST
Full-field Stimulus Threshold
D-FST
Retinitis pigmentosa
Retinopathia pigmentosa
Full-field Stimulus Threshold
D-FST
Retinitis pigmentosa
FST
License: Publishing license including print on demand
Order a printed copy: Print-on-Demand
Show full item record

Inhaltszusammenfassung:

Verlauf der Dunkeladaptationsendschwelle im Krankheitsverlauf der Retinitis Pigmentosa Bei der erblich degenerativen Netzhauterkrankung Retinitis pigmentosa (RP) sterben im typischen Verlauf anfangs die Stäbchen, welche für das Nachtsehen zuständig sind, und später die Zapfen, welche das Helligkeits- und Farbsehen ermöglichen, ab. Eine Möglichkeit die Netzhautfunktion zu messen, selbst wenn andere Verfahren nicht mehr funktionieren, ist das Full-field Stimulus Threshold (FST). Dabei handelt es sich um ein subjektives, psychophysikalisches, Testverfahren, welches die dunkeladaptierte Sensibilität der Netzhaut darstellt. Ziel dieser Arbeit war es, FST Werte mit weißen, blauen und roten Stimuli im Verlauf der Zeit zu untersuchen. Die eingeschlossenen Patienten waren alle in der Augenklinik in Tübingen vorstellig und hatten eine sicher diagnostizierte RP. Es wurde die Korrelation der FST Werte im Verlauf des Lebensalters und der Beschwerdedauer untersucht. Dabei zeigt sich kein Zusammenhang der Werte mit dem Lebensalter, dasselbe gilt für die Differenz zwischen blauen und roten FST Werten. Jedoch liegt ein hochsignifikanter schwachpositiver Zusammenhang zwischen den FST Werten für weißes Licht und der Beschwerdedauer vor und ein signifikanter mittlerer Zusammenhang zwischen den FST Werten für blaues Licht, sowie für die Differenz zwischen blauen und roten FST Werten, und der Beschwerdedauer vor. Die Inter-visit variability war bei dieser Untersuchung deutlich höher als in der Literatur angegeben, was mit dem progressiven Verlauf der Erkrankung zusammenhängt, im Verlauf derer die Werte erhoben worden sind. Die Ergebnisse legen nahe, dass die FST Messung ein valider Faktor ist, um den Verlauf der RP zu untersuchen. Dies gilt besonders für Stimuli mit weißem und blauen Licht, die besser als die roten Stimuli in der Wellenlängenempfindlichkeit der Stäbchen liegen. Die Heterogenität der Erstmanifestation der RP führt dazu, dass FST Werte nicht mit dem Lebensalter, sondern mit der Erkrankungsdauer des Patienten korrelieren.

This item appears in the following Collection(s)