Die psychische Belastung von Patienten mit metastasiertem Melanom unter Immuntherapie: eine empirische Untersuchung

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URI: http://hdl.handle.net/10900/114747
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1147473
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-56122
Dokumentart: Dissertation
Date: 2021-04-30
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Garbe, Claus (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2021-03-30
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Melanom , Psychoonkologie , Onkologie , Immuntherapie
License: Publishing license excluding print on demand
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Inhaltszusammenfassung:

Hintergrund: Immun-Checkpoint-Inhibitoren (ICI) stellen wirksame Behandlungsoptionen für fortgeschrittene Melanompatienten dar, sind jedoch mit einer hohen Rate an immunbedingten Nebenwirkungen verbunden. Es gibt keine Daten zum Leidensdruck von Melanompatienten während ihrer Behandlung mit ICI. Es wurde daher eine prospektive Längsschnittstudie durchgeführt, um den Distress und den Bedarf an psychoonkologischer Unterstützung bei diesen Patienten zu erfassen. Methoden: Es wurden vor Beginn der ICI-Behandlung (T0); nach 6-8 Wochen (T1) und nach 12-14 Wochen (T2) Fragebögen ausgefüllt. Genutzt wurde hierfür das Hornheide Screening Instrument (HSI), das Distress-Thermometer (DT) und die Selbsteinschätzung der Patienten. Eine binäre logistische Regression wurde durchgeführt, um möglicherweise Faktoren zu identifizieren, die den Bedarf an psychoonkologischer Unterstützung anzeigen. Ergebnisse: 36,3% / 55,8% (HSI / DT) der Patienten lagen über dem Schwellenwert, was auf einen Bedarf an psychoonkologischer Unterstützung hinweist. Bei T2 waren die Werte dagegen auf 29,0 % bzw. 40,2 % (HSI / DT) gesunken. Das weibliche Geschlecht und das Auftreten von Nebenwirkungen korrelierten signifikant mit Werten über dem Schwellenwert. Der stärkste Faktor war der subjektive Bedarf an psychoonkologischer Unterstützung der Patienten. Schlussfolgerung: Mit Beginn der ICI sollte eine psychoonkologische Betreuung angeboten und auftretende Probleme berücksichtigt werden. Weibliche Patienten und Patienten mit Nebenwirkungen sollten besonders berücksichtigt werden, ebenso wie der subjektive Bedarf der Patienten.

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