Ergebnisse koronarer Reoperationen. Propensity-Score Vergleich der Operationen mit und ohne Herz-Lungen- Maschine

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URI: http://hdl.handle.net/10900/113907
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1139072
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-55283
Dokumentart: PhDThesis
Date: 2021-04-01
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Franke, Ulrich (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2021-02-24
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Reoperation
Other Keywords: off-pump
Koronare bypass Operation
License: http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_mit_pod.php?la=de http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_mit_pod.php?la=en
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Inhaltszusammenfassung:

In Deutschland werden ca. 12% der CABG Eingriffe minimal-invasiv, d.h. ohne Herz-Lungen-Maschine (OPCAB) durchgeführt. Der Anteil in unserer Klinik beträgt hingegen über 90%. Die CABG als Reeingriff ist mit einer erhöhten Frühsterblichkeit verbunden. Die Komplexität dieser Patienten setzt sich u.a. zusammen aus dem höheren mittleren Lebensalter, dem Progress der KHK, den zusätzlichen Komorbiditäten und chirurgischen Herausforderungen einer Voroperation (z.B. Verwachsungen). Ziel dieser Studie war die Analyse der frühen und langfristigen Ergebnisse nach Redo-CABG in OPCAB-Technik unter besonderer Berücksichtigung der Machbarkeit und Sicherheit der Off-Pump-Technik in einem hochvolumigen Off-Pump-CABG-Zentrum. Von Januar 2006 bis Juni 2015 wurden 8441 Patienten einer isolierten Bypassoperation in OPCAB-Technik unterzogen, wovon es sich bei 304 um isolierte Redo-CABG handelte (179 = HLM Redo-CABG, 125 = OPCAB Redo-CABG). Nach einem eins-zu-eins Propensity-Score-Matching mit 14 präoperativen Variablen (Geschlecht, Alter, BMI, Anamnese für Diabetes mellitus Typ II, COPD, Serum-Kreatinin-Wert, eingeschränkte Nierenfunktion, chronisches dialysepflichtiges Nierenversagen, pAVK, cAVK, Apoplex in der Anamnese, Stadium der KHK, LV EF, Dringlichkeit der Operation), um die Unterschiede in den Ausgangscharakteristika auszugleichen, blieben 108 Paare zur Auswertung. Die durchschnittliche Nachbeobachtungszeit betrug 4 ± 2,6 Jahre. Bei einem Anteil von 83,9% (255) männlicher Patienten und einem Durchschnittsalter von 69,9 ± 8 Jahren fanden wir signifikante Unterschiede bei der Gesamtzahl der durchgeführten Bypässe zugunsten der HLM-Gruppe (p = 0,011), bei gleichzeitig geringerer Rate an kompletter Revaskularisation verglichen mit der OPCAB-Gruppe. Mit 66,7% (72/108) erhielten signifikant mehr OPCAB-Patienten eine komplett arterielle Bypassversorgung. Für die Patienten der OPCAB-Gruppe waren postoperative Komplikationen (akutes dialysepflichtiges Nierenversagen, Low-cardiac-output Syndrom mit IABP Ansatz, Reoperation bei Nachlutung) seltener, der Intensiv- und Krankenhausaufenthalt kürzer und die Überlebensraten höher als für Patienten der HLM-Gruppe. Die Ergebnisse dieser retrospektiven Studie zeigen, dass OPCAB auch im komplexen Umfeld der CABG-Reoperation durchführbar ist und die potenziellen Vorteile in vollem Umfang sichtbar werden, wenn OPCAB häufig und regelmäßig von erfahrenen Operateuren durchgeführt wird. Eine randomisierte kontrollierte Studie mit klar definierten Endpunkten könnte die Ergebnisse, die sich in der Tendenz auch in anderen Studien wiederfinden, erhärten.

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