Neurophysiologische Korrelate der Modulation der kognitiven Kontrolle durch Emotionen bei Depression

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URI: http://hdl.handle.net/10900/113204
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1132046
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-54580
Dokumentart: Dissertation
Date: 2021-03-09
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Plewnia, Christian (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2021-01-15
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Depression , Elektroencephalographie , Neurophysiologie , Kognition
Other Keywords: kognitive Kontrolle
LPP
cognitve control
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Inhaltszusammenfassung:

Ziel der vorliegenden Dissertationsschrift war die Untersuchung von elektrophysiologischen Marken für valenzspezifische kognitive Kontrolle bei Patientinnen mit unipolarer Depression. Bei diesen und gesunden Kontrollprobandinnen untersuchten wir anhand des Delayed Working Memory Tasks (DWM) Veränderungen der durch negative-emotionale Distraktoren evozierten oszillatorischen Potentiale des Late Positive Potential (LPP). Kognitive Kontrolle der Aufmerksamkeit auf emotionale Stimuli ist für zielgerichtetes Verhalten essentiell. Den Einfluss affektiv bedeutsamer Informationen zu beherrschen stellt dabei eine besondere Herausforderung da. Störungen der kognitiven Kontrolle bei Patient*innen mit Depressionen zeigen sich z. B. in einem „attentional bias” hin zu negativen Stimuli und haben eine zentrale pathophysiologische Bedeutung. Um beurteilen zu können, inwiefern das LPP einen Abschwächung der kognitiven Kontrolle während einer unipolaren Depression abbilden kann, untersuchten wir dieses in Abhängigkeit von einem DWM. Für die Studie wurden Daten von 18 Patientinnen der psychiatrischen Universitätsklinik Tübingen mit der Diagnose unipolare Depression sowie 20 Kontrollprobandinnen, ausgewertet, die bei einem DWM, mit negative und neutralen Distraktoren, und gleichzeitiger EEG-Messung gewonnen wurden. Negative Stimuli führten, unabhängig von der Versuchsgruppe, zu einer Verminderung der LPP-Amplitude. Weiter konnten die festgestellten Leistungsunterschiede in den Studienpopulation im DWM in keinen signifikanten Zusammenhang mit dem LPP gestellt werden. Ebenso waren sie unabhängig von der emotionalen Valenz des Distraktors. Lediglich zwischen der Bildbewertung der Distraktoren der Versuchsteilnehmerinnen, sowie dem behavioralen Parameter „Antwortgenauigkeit“ im DWM und dem LPP, konnte eine Korrelation festgestellt werden. Zwar konnten wir unsere Ausgangsfragen nicht durch signifikante Daten beantworten, deren tendenzielle Richtung spricht jedoch dafür, dass das LPP als Marker einer Abschwächung der kognitiven Kontrolle während einer unipolaren Depression weiter untersucht werden sollte. Eine Homogenisierung der Patientinnengruppe, bezogen auf die Altersstruktur und den Ausprägungsgrad der Depression, sowie die Auswahl depressionsspezifischer Bilder könnten dahingehend zielführend sein.

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