Augenbewegungen als notwendige Bedingung für geruchsinduzierte Reaktivierung während des Schlafs

DSpace Repository


Dateien:

URI: http://hdl.handle.net/10900/112780
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1127801
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-54156
Dokumentart: Dissertation
Date: 2021-02-22
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Born, Jan (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2020-10-14
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Geruch , Tiefschlaf , Gedächtnisleistung
License: Publishing license including print on demand
Order a printed copy: Print-on-Demand
Show full item record

Inhaltszusammenfassung:

Ziel dieser Arbeit war es, an den aktuellen Wissensstand der Forschung auf dem Gebiet der positiven Beeinflussung deklarativer Gedächtniskonsolidierung im Tiefschlaf anzuknüpfen. An der Studie nahmen 21 Probanden erfolgreich teil. Die Studie beinhaltete eine Eingewöhnungsnacht und zwei experimentelle Nächte. Am Abend vor jeder Experimentalnacht wurden 30 memoryartige Karten auf einer 2D-Matrix gelernt und abgefragt. In der ersten Gruppe („Lernen mit Fixierung“) schauten die Teilnehmer während des Lernvorgangs auf einen Punkt der jeweiligen Memory-Karte. Probanden der zweiten Gruppe („Lernen ohne Fixierung“) konnten während des Gedächtnisspiels frei herumschauen. Beiden Gruppen wurde während des Tiefschlafs in einer der zwei experimentellen Nächte ein Geruch über eine Atemmaske verabreicht, sowohl während des Lernvorganges als auch während des Schlafes. In der jeweiligen anderen Versuchsnacht erhielten beide Gruppen beim Lernen und während des Schlafes keinen Geruch (Luft). Die Probanden wurden nach einer bestimmten Zeit im Tiefschlaf geweckt. Im Anschluss an eine Interferenzaufgabe erfolgte eine zweite Überprüfung der Gedächtnisleistung. Die Auswertung der gewonnenen Daten zeigte wider Erwarten keine Auswirkung der Minimierung der Augenbewegung während des Lernens auf die Gedächtnisleistung, weder im Vergleich der Gruppen „Fixierung“/„Keine Fixierung“ noch im Vergleich mit den Bedingungen „Geruch“/„Kein Geruch“. Zudem zeigte sich auch zwischen den verschiedenen Geruchsnächten „Geruch“/„Kein Geruch“ keine Signifikanz. Die Hypothese, dass das freie Herumschauen während des Lernens zu einer erhöhten Empfänglichkeit des Gedächtnisses für die Geruchsstimulation während der nächtlichen Konsolidierung führt und dadurch zu einer erhöhten Gedächtnisleistung, konnte in dieser Arbeit nicht verifiziert werden. Ergebnisse der vorliegenden Arbeit sind nicht im Einklang mit vorherigen Studien. Es ist bei diesem Gedächtnisspiel vermutlich die fehlende Assoziationskomponente, das heißt das Lernen der einzelnen Karten, die einen Geruchseffekt verhindert. In vorherigen Studien lernten Probanden die Lokalisation von Kartenpaaren oder in Kategorien. Vermutlich spielen im Hippocampus Assoziationen zwischen Positionen bzw. Kategorien für den Geruchseffekt eine große Rolle. Wir kamen zu der wichtigen Erkenntnis, dass vermutlich die Paarung von Karten oder das Lernen in Kategorien für den Geruchseffekt eine notwendige Voraussetzung ist. Folglich ist dies die wahrscheinlichste Erklärung für die nicht bestätigte Hypothese der präsentierten Studie.

This item appears in the following Collection(s)