Prospektiv randomisierte, verblindete Studie zwischen Brotlaibhistologie und 3D-Histologie beim Basalzellkarzinom bis 30 mm Durchmesser mit besonderer Berücksichtigung der Rezidivrate

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URI: http://hdl.handle.net/10900/112428
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1124282
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-53804
Dokumentart: Dissertation
Date: 2021-02-05
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Zahnmedizin
Advisor: Breuninger, Helmut (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2021-01-14
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Basaliom , Histologie
Other Keywords: 3D-Histologie
Brotlaibhistologie
prospektiv
randomisiert
License: Publishing license excluding print on demand
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Inhaltszusammenfassung:

Das Basalzellkarzinom ist der häufigste, maligne Tumor des Menschen in den mitteleuropäischen Regionen und wird in der Inzidenz in Zukunft steigen. Vor allem UV-Exposition gilt als Risikofaktor, weswegen ein Auftreten in der UV-begünstigten H-Zone im Gesicht prädisponiert ist. Therapeutisch existieren mehrere Varianten, wovon die chirurgische Exzision mit lückenloser, histologischer Randschnittbeurteilung mit der größten Evidenz belegt ist. Allerdings gibt es bisher in der Literatur nur eine randomisierte Studie der Autoren Smeets, Mosterd und van Loo zum Vergleich dieser Methode zur konventionellen Brotlaibhistologie, die ebenfalls etabliert und wissenschaftlich anerkannt ist. In dieser großen, prospektiv-randomisierten und erstmals verblindeten Studie wurden 569 Basalzellkarzinome untersucht. Die histologische Begutachtung erfolgte entweder mittels 3D-Histologie oder per Brotlaibhistologie in Paraffineinbettung. Die Gruppen unterschieden sich statistisch weder im Alter der Patienten noch in Tumorlokalisation, Tumortyp, Tumor-Durchmesser oder des primären Sicherheitsabstands bei Entnahme. In der Brotlaib-Gruppe war in 21% der Fälle eine Re-OP notwendig, in der 3D-Gruppe sogar in mehr als 39%. Die Summe der Sicherheitsabstände der Exzision war in der 3D-Gruppe, entgegen der aktuellen Meinung der Literatur, größer als in der konventionellen Gruppe. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass aufgrund der in der Literatur einmaligen Verblindung kein Unterschied der Exzisionsabstände bei der Primärexzision bestand. Rezidive traten im Durchschnitt von ca. 3,6 Jahren nach der Exzision auf, signifikant (p<0,013) häufiger in der Gruppe der Brotlaib-Histologie (24 vs. 10). Auch in der Kaplan-Meier-Kurve zeigte sich ein signifikanter Überlebensvorteil für den Arm der 3D-Histologie. Es bestand eine Tendenz zu häufigeren Rezidiven in der H-Zone und bei größeren Tumoren. Es konnte gezeigt werden, dass im Gegensatz zur genannten randomisierten Studie zu diesem Thema, in der Kryostatschnitte verwendet wurden, schon nach 4,5 Jahren Nachbeobachtung die Rezidivrate bei primären Basalzellkarzinomen mit der Anwendung der 3D-Histologie im Vergleich zur Brotlaibhistologie signifikant geringer ist.

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