Religiöses Wissen in Fischarts Geschichtklitterung. Reformatorische Einflüsse auf die Entwicklungsdarstellung des Menschen

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dc.contributor.advisor Ridder, Klaus (Prof. Dr.)
dc.contributor.author Brunner, Florence
dc.date.accessioned 2020-12-10T10:26:44Z
dc.date.available 2020-12-10T10:26:44Z
dc.date.issued 2020-12-10
dc.identifier.other 1742479537 de_DE
dc.identifier.uri http://hdl.handle.net/10900/110532
dc.identifier.uri http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1105329 de_DE
dc.identifier.uri http://dx.doi.org/10.15496/publikation-51908
dc.description.abstract Die Dissertation befasst sich mit Fischarts „Geschichtklitterung“ (1575, 1582, 1590), seiner ‚Überarbeitung‘ von Rabelais‘ „Gargantua“ (1535). Die „Geschichtklitterung“ ist Fischarts bedeutendstes Werk und Höhepunkt seines schriftstellerischen Schaffens. Über 15 Jahre lang schreibt und überarbeitet der Straßburger Autor dieses Meisterwerk, dessen Vielseitigkeit Übersetzungskunst, Polemik und Sprachspiel vereint. Letzteres stand lange Zeit im Fokus der Forschung. Doch deckt die Sprachartistik nur einen Teil der Besonderheiten der „Geschichtklitterung“ ab. Die ‚Überarbeitung‘ von Rabelais‘ „Gargantua“ zeigt passagenweise umfangreiche Modifikationen, die sich mit konfessionspolitischen Interessen in Verbindung bringen lassen. Die diversen Entwicklungsstationen des Riesenbabys, die der Roman „Gargantua“ erzählt, werden bei Fischart religiös aufgeladen. Sie sind wie schon bei Rabelais nicht bloß die Darstellung einer fiktiven Figur, sondern vielfach übertragbar auf den zeitgenössischen Menschen – wobei bei Fischart das reformatorische Verständnis des Menschen entscheidend wird. Die drei Entwicklungsstadien, die bei Fischart hervorgehoben werden, sind die Kindheit (Fokus in Kapitel 5 auf Ehe und Erziehung), die Ausbildung (Parodie der scholastischen und humanistischen Bildung) und die Verselbständigung (Begriff der Freiheit im Zentrum der Abtei Willigmut). In der letzten Stufe kommen alle zuvor thematisierten und kritisierten Elemente zusammen. Die Arbeit zeigt einerseits, wie omnipräsent das religiöse Gedankengut für das Verständnis von Fischarts Überarbeitung ist. Andererseits legt sie dar, dass eine werkübergreifende Synthese angesichts der häufigen Hin- und Abwendung Fischarts von seiner Vorlage kaum möglich ist. Getreu dem ‚aemulatio‘-Motiv lobt und kritisiert Fischart seinen Vorgänger, unterstützt und widerlegt die gegebenen Aussagen und Modelle. de_DE
dc.language.iso de de_DE
dc.publisher Universität Tübingen de_DE
dc.rights ubt-podok de_DE
dc.rights.uri http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_mit_pod.php?la=de de_DE
dc.rights.uri http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_mit_pod.php?la=en en
dc.subject.classification Affentheuerlich naupengeheurliche Geschichtklitterung , Fischart, Johann , Gargantua , Rabelais, François , Reformation , Renaissance , Humanismus de_DE
dc.subject.ddc 230 de_DE
dc.subject.ddc 430 de_DE
dc.subject.ddc 830 de_DE
dc.subject.other Religiöses Wissen de_DE
dc.title Religiöses Wissen in Fischarts Geschichtklitterung. Reformatorische Einflüsse auf die Entwicklungsdarstellung des Menschen de_DE
dc.type PhDThesis de_DE
dcterms.dateAccepted 2020-07-03
utue.publikation.fachbereich Germanistik de_DE
utue.publikation.fakultaet 5 Philosophische Fakultät de_DE

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