Nichtinvasive Untersuchung des perioperativen zerebralen Sauerstoffmetabolismus bei Patienten mit hypoplastischem Linksherzsyndrom während der unterschiedlichen Palliationsschritte im Vergleich zu Gesunden und zu Neugeborenen mit Transposition der großen Arterien

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URI: http://hdl.handle.net/10900/109747
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1097470
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-51123
Dokumentart: Dissertation
Date: 2020-10-23
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Hofbeck, Michael (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2020-10-21
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Sauerstoffversorgung , Gehirn
Other Keywords: HLHS
zerebrale Sauerstoffversorgung
O2C
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Inhaltszusammenfassung:

Um mögliche Ursachen der Diskrepanz im neurologischen Outcome zwischen Patienten mit HLHS und TGA zu identifizieren, wurde der zerebrale Sauerstoffmetabolismus vor und nach Norwood-, bzw. arterieller Switch- Operation mittels O2C, einer nichtinvasiven Methode, die simultan die zerebrale Gewebeoxygenierung und den mikrovaskulären zerebralen Blutfluss erfasst, an 25 Neugeborenen untersucht. Präoperativ zeigten sich in unserer Untersuchung keine signifikanten Unterschiede. Postoperativ lag die zerebrale Sauerstoffsättigung (cSO2) nach arterieller Switch- Operation signifikant höher als nach Norwood- Operation, was auf die veränderte Hämodynamik und zerebrale Perfusion nach Korrekturoperation der TGA zurückzuführen ist. Die cSO2 änderte sich nach Norwood- Operation nicht, was eine anhaltend instabile, störanfällige zerebrale Gewebeoxygenierung vermuten lässt, die möglicherweise ursächlich für die deutlich schlechtere neurologische Prognose sein mag. Da eine Korrektur des Herzfehlers beim HLHS anatomisch nicht möglich ist, hat sich die drei-stufige Palliation mit Etablierung der Fontan-Zirkulation als Operationsmethode bewährt. Wir untersuchten den Einfluss dieser Zirkulationsumstellung auf die zerebrale Oxygenierung und Perfusion prä- und postoperativ an 32 Patienten und verglichen diese präoperativ mit einer herzgesunden Kontrollgruppe. Präoperativ fanden sich keine signifikanten Unterschiede zwischen den Palliationsschritten. Im Vergleich zur Kontrollgruppe fiel eine deutlich geringere cSO2 vor Norwood-Operation auf. Es zeigte sich ein signifikanter Anstieg der cSO2 nach drittem Palliationsschritt sowie ein Abfall der partiellen zerebralen Gewebssauerstoffextraktion (cFTOE), die erstmals ähnliche Werte wie in der altersgleichen herzgesunden Kontrollgruppe zeigte. So legen die Ergebnisse unserer Untersuchung nahe, dass sich die zerebrale Oxygenierung, welche insbesondere vor und nach Norwood-Operation gefährdet ist, durch die drei Palliationsschritte stetig verbessert und nach drittem Palliationsschritt sich zunehmend derer herzgesunder Gleichaltriger angleicht. Abschließend ist festzustellen, dass sich die O2C- Messmethode in dieser Studie als valide Methode des Neuromonitorings bewährt hat und zusätzliche, interessante Informationen über den zerebralen Sauerstoffmetabolismus lieferte

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