Evaluation der Tumormarker TKTL1, Apo10 und GD2 in Rhabdomyosarkom- und Neuroblastom-Tumoren

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URI: http://hdl.handle.net/10900/106968
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1069684
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-48346
Dokumentart: Dissertation
Date: 2020-09-21
Language: German
Faculty: 7 Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät
Department: Biologie
Advisor: Warmann, Steven (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2020-07-30
DDC Classifikation: 500 - Natural sciences and mathematics
570 - Life sciences; biology
610 - Medicine and health
Keywords: Onkologie , Biomarker , Tumormarker , Neuroblastom , Rhabdomyosarkom , Methylierung , Kinderheilkunde
Other Keywords: Makrophagen
DNA-Methylierung
Expression von Tumormarkern
Durchflusszytometrie
Transkriptions-Analysen
Zell-Kultur
angeborenes Immunsystem
Liquid Biopsy
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Inhaltszusammenfassung:

Das Rhabdomyosarkom (RMS) und das Neuroblastom (NB) gehören zu den häufigsten extrakranialen, soliden Tumoren im Kindesalter. Dabei beruhen Tumorstaging, Diagnose und Verlaufskontrollen bisher überwiegend auf bildgebenden Verfahren und auf histopathologischen Untersuchungen von Gewebebiopsien. In dieser Arbeit wurde evaluiert, ob die Detektion der Tumormarker TKTL1, Apo10 sowie GD2 (in NB) in Makrophagen (MΦ) aus dem Blut von RMS und NB-Patienten mit dem EDIM-Test möglich ist. Dabei sollte außerdem das Potential dieser Methode und der Tumormarker für die Diagnose und das Monitoring der beiden Tumorentitäten überprüft werden. In dem ersten Teil der Arbeit wurden Tumorzelllinien und Gewebematerial der beiden Tumorentitäten als auch in vitro differenzierte (MΦ) auf die Expression der drei Tumormarker untersucht, um die Nutzbarkeit dieser Marker in RMS und NB zu analysieren. In einer prospektiven Studie konnte dann gezeigt werden, dass sich diese Tumormarker in MΦ aus Blut von RMS und NB-Patienten durch den EDIM-Test durchflusszytometrisch detektieren lassen. Die Expressions-scores der Tumormarker in den Tumorpatienten waren im Vergleich zu gesunden Probanden signifikant erhöht. Prä- und postoperative Messungen weisen außerdem auf den Nutzen des EDIM-Tests für das Monitoring von Tumorresektionen. In dem letzten Teil der Arbeit wurde der Hintergrund der erhöhten TKTL1-Expression analysiert. Dabei wurde eine DNA-Hypomethylierung als mögliche Ursache untersucht. Durch die Behandlung von RMS- und NB-Zelllinien mit dem demethylierenden Reagenz Decitabin konnte eine Korrelation zwischen einer erhöhten TKTL1 mRNA Expression und dem Methylierungszustand der DNA beobachtet werden. Durch eine semi quantitative Methylierungs-Analyse von Tumor Gewebeproben konnte eine Hypomethylierung einer CpG-Insel im TKTL1-Promotor aufgezeigt werden. Dabei korreliert die TKTL1 Expression mit dem Grad der Hypomethylierung des TKTL1 Promotors. Die im Rahmen dieser Arbeit erzielten Erkenntnisse zeigen zum ersten Mal die Möglichkeit der Detektion von RMS und NB-Tumoren mithilfe des EDIM-Tests. Die Verwendung dieses Tests könnte die Detektion von RMS- und NB-Tumoren in Kindern verbessern und relevant für die Diagnose dieser Tumore sein.

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