Vitamin C Status unfallchirurgischer Patienten an der BGU Klinik Tübingen

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URI: http://hdl.handle.net/10900/104492
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1044922
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-45870
Dokumentart: Dissertation
Date: 2020-08-07
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Nüssler, Andreas (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2020-06-26
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Vitamin C , Unfallchirurgie , Älterer Mensch
Other Keywords: geriatrischer Patient
proximale Femurfraktur
proximal femur fracture
Ascorbic acid
geriatric patient
License: Publishing license excluding print on demand
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Inhaltszusammenfassung:

Die vorliegende Studie beschäftigt sich mit der Erfassung des stationären Vit. C-Status bei Patienten mit PFF. Dazu wurden 25 Frakturpatienten > 65 Jahren in die Studie aufgenommen und drei Mal befragt. Die erste Datenerhebung wurde präop. am Tag der Einlieferung ins Krankenhaus durchgeführt. Dabei wurde der Gesundheitszustand, der Ernährungszustand und weitere klinische Parameter zur Einschätzung der Lebensqualität erhoben. Verwendet wurden u. a. der NRS, der MNA und der Food Score. Die Zweit- und Drittbefragung erfolgten telefonisch nach 6-8 Wochen bzw. nach 12 Monaten. Hierbei wurde neben dem NRS und dem MNA v. a. auf postop. Komplikationen und den Genesungsverlauf Wert gelegt. Des Weiteren wurde den Frakturpatienten präop. und postop. an vier festgelegten Zeitpunkten Blut entnommen, welchen für die Messung der Vit. C- und Vit. D-Konzentration verwendet wurde. Zum Vergleich wurden zwei Kontrollgruppen mit Alterspatienten ohne Fraktur (KG 2) und jungen gesunden Nichtrauchern (KG 1) etabliert. Bei diesen Studienteilnehmern wurde einen einmalige Datenerhebung mit Blutentnahme durchgeführt. Die durchschnittliche präop. Vit. C-Konzentration der KG 1 betrug 79,559 ± 16,704 µmol/l, was einem optimalen Vit. C-Status entspricht. Die KG 2 erreichte 62,762 ± 22,609 µmol/l. Dieses Ergebnis lässt sich als adäquat beschreiben. Die Frakturpatienten erreichten einen suboptimalen Durchschnittswert von 44,961 ± 24,051 µmol/l. Die Vit. C-Konzentration der Frakturpatienten ist operationsbedingt höchst signifikant gesunken. Im weiteren stationären Verlauf konnte keine signifikante Konzentrationsänderung festgestellt werden. Bei Entlassung aus der Klinik zeigte sich jedoch eine signifikante Erholung der Vit. C-Werte. Nach Abschluss der Drittbefragung wurde der Einfluss von Vit. C und Mangelernährung auf das klinische Outcome untersucht. Dabei konnte festgestellt werden, dass der präop. Vit. C-Status keine signifikante Auswirkung auf das klinische Outcome hatte. Es konnte jedoch einige signifikante Zusammenhänge zwischen dem Vit. C-Status bei Entlassung und den postop wichtigsten klinischen. Parametern wie z. B. postop. Komplikationen hergestellt werden. Der Vit. C-Status bei Entlassung beeinflusst somit das klinische Outcome mit Korrelationen zu einigen klinischen Parametern, die für eine erfolgreiche Rehabilitation besonders relevant sind. Dazu gehören u. a. der postop. Pflegestatus, die postop. Mobilität und der postop. Zugang zur täglichen Nahrung. Diese Erkenntnis wurde auch durch eine signifikante Korrelation des Vit. C-Status bei Entlassung zum MNA-Status nach 6-8 Wochen bestärkt, der als quantifizierbarer Index einer Mangelernährung und der Lebensqualität von Alterspatienten etabliert ist. Aus diesem Grund sollte der Vit. C-Status bei Entlassung einen größeren Stellenwert in der postop. Versorgung einnehmen. Außerdem sollte neben einer Reproduktion der hier angeführten Ergebnisse durch eine Folgestudie mit einer großen Fallzahl, eine Vit. C-Supplementierung bei Alterspatienten diskutiert werden.

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