Analyse von Contingent Convertible Bonds

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URI: http://hdl.handle.net/10900/103922
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1039221
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-45300
Dokumentart: Dissertation
Date: 2020-07-28
Language: German
Faculty: 6 Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät
Department: Wirtschaftswissenschaften
Advisor: Koziol, Christian (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2020-07-27
DDC Classifikation: 330 - Economics
Keywords: Anleihe
Other Keywords: CoCo Anleihen
AT1 Anleihen
CoCo Bewertung
Modellkomplexität
Modellvergleich
zusätzliches Kernkapital
Contingent convertible bond
CoCo bond
CoCo pricing
Model complexity
Test of pricing models
Continuous-time derivatives pricing
AT1 instruments
additional tier 1 capital
License: Publishing license including print on demand
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Inhaltszusammenfassung:

Diese Dissertation widmet sich der Analyse von CoCo Bonds mit einem bewertungstheoretischen Fokus. Es soll untersucht werden, ob eine höhere Modellkomplexität zu einer höheren Akkuratesse bei der Bewertung von CoCo Bonds führt. Dazu wird analysiert, inwiefern die Berücksichtigung der relevanten Risikoquellen sowie einer realitätsgetreuen Produktstruktur das Bewertungsergebnis beeinflusst. Der wissenschaftliche Beitrag dieser Dissertation liegt zum einen in der Neuentwicklung eines Bewertungsmodells für CoCo Bonds, welches neben den relevanten Risikoquellen auch die wesentlichen Produktcharakteristika von CoCo Bonds bei der Bewertung einbezieht, und zum anderen im empirischen Vergleich des neu entwickelten Modells mit dem Standardmodell von De Spiegeleer & Schoutens (2012), seiner Erweiterung um Kreditrisiko sowie eines empirischen Benchmarkmodells. Der Modellvergleich zeigt, dass die Berücksichtigung der relevanten Risikoquellen sowie die Modellierung einer realitätsgetreuen Produktstruktur die Bewertungsgenauigkeit innerhalb von Theoriemodellen insbesondere in puncto Stabilität ökonomisch signifikant verbessert. Somit führt die Erhöhung der Komplexität bei Vergleich der Theoriemodelle eine Erhöhung der Akkuratesse. Vergleicht man diese Theoriemodelle mit einem rein empirischen und ausschließlich auf Marktdaten basierenden Modell, zeigt sich, dass die hohe Komplexität der Theoriemodelle im Durchschnitt keine besseren Ergebnisse liefert. Bei Betrachtung von Stressphasen zeigt sich jedoch, dass der empirische Ansatz hier zu hohen Bewertungsfehlern neigt, während ein komplexeres Theoriemodell ein vergleichsweise robustes Fehlerbild liefert, weshalb es unter diesen Umständen zu bevorzugen ist. Insgesamt liefert die empirische Analyse dieser Dissertation das Ergebnis, dass in normalen Zeiten ein einfaches, rein auf Marktwerten basierendes Modell die unverzerrte und stabile Bewertung von CoCo Bonds ermöglicht. Ein komplexeres Theoriemodell ist in diesem Falle nicht unbedingt erforderlich. In Stressphasen offenbart das Handelsmodell allerdings eine hohe Fehleranfälligkeit, wohingegen ein Theoriemodell, welches sowohl die relevanten Risikoquellen als auch die wesentlichen Produktcharakteristika berücksichtigt, eine vergleichsweise höhere Bewertungsgüte sicherstellt. Die Ergebnisse zeigen daher, dass in Stressphasen die Komplexität eines Bewertungsmodells dessen Akkuratesse erhöht. Bei der Modellwahl muss somit zwischen der Genauigkeit im Durchschnitt und der Robustheit in Stressphasen abgewogen werden.

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