Die prognostische Bedeutung von Macrophage Migration Inhibitory Factor (MIF) und seinem endogenen Antagonisten Gremlin-1 im Plasma von Patienten mit kalzifizierter Aortenstenose

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URI: http://hdl.handle.net/10900/103871
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1038717
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-45249
Dokumentart: Dissertation
Date: 2021-12-01
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Geisler, Tobias (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2020-06-22
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Aortenstenose
License: Publishing license including print on demand
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Inhaltszusammenfassung:

 
Dissertation ist gesperrt bis 01. Dezember 2021 !
 
Die degenerative, kalzifizierende AS ist in den Industrieländern die häufigste Klappenerkrankung mit einer zunehmenden Prävalenz im Alter. Durch eine immer älter werdende Bevölkerung werden wir zunehmend mit Erkrankungen des älteren Menschen konfrontiert. Trotz großer Bemühungen und umfangreicher Studien ist nach wie vor keine wirksame medikamentöse Therapie der AS etabliert. Daher liegt das Hauptaugenmerk aktueller Forschung auf der Identifizierung neuer Targets zur medikamentösen Therapie, um in das Voranschreiten der sklerotischen und stenotischen Vorgänge der AS eingreifen zu können. Dafür ist es notwendig die systemische und lokale Inflammation im Blut und an der Klappe besser zu verstehen und Zusammenhänge herauszuarbeiten. Die aktuellen Kenntnisse der klinischen Bedeutung von MIF, Gremlin-1 und TGF- ß1 bei AS sind sehr gering. Daher war das Ziel dieser Arbeit die Konzentrationen von TGF-ß1, Gremlin-1 und MIF im peripheren venösen Blut bei Patienten mit einer hochgradigen AS zu messen, um mögliche Assoziationen mit den inflammatorischen Markern und dem Outcome der Patienten herzustellen, anhand dieser Untersuchungen eine Aussage über die mögliche Rolle als Bio- Marker für AS treffen zu können und aufgrund dieser Aussagen eine diagnostische und prognostische Vorhersage für die Patienten treffen zu können. Insgesamt wurden 156 Patienten mit einer hochgradigen AS und 45 gematchte Kontrollpatienten ohne AS untersucht. Die Konzentrationen der Marker MIF, Gremlin-1 und TGF-ß1 wurden mittels ELISA im EDTA-Plasma der Patienten bestimmt Durch unsere Analysen konnte gezeigt werden, dass Patienten mit einer AS höhere MIF-und Gremlin-1-Werte aufwiesen als ihre gematchte Kontrollgruppe, was als Hinweis auf eine vermehrt regulierte Inflammation und daraus resultierender Fibrose, Regeneration und Kalzifikation angesehen werden kann. Des Weiteren konnten Zusammenhänge zwischen der Gremlin-1-Expression und dem kardialen Marker BNP gezeigt werden, was Gremlin-1 auch als diagnostischen Marker für eine Herzinsuffizienz mit reduzierter LVEF interessant macht. Patienten mit einer AS und erhöhten MIF-und Gremlin-1- Plasmakonzentrationen erreichten häufiger einen kombinierten Endpunkt (Tod, Herzinfarkt, Schlaganfall, Rehospitalisierung). MIF und Gremlin-1 könnten somit als Biomarker für die Diagnose und die Prognose einer AS dienen und zur Identifizierung von Risikopatienten und zur Vorhersage von Endpunkten herangezogen werden. Zusätzlich wäre eine Therapie in Form einer gezielten Blockade von MIF und Gremlin-1 ein interessanter und vielversprechender therapeutischer Ansatzpunkt bei der Therapie der degenerativen AS.
 

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