Mechanische Sehnenzugtestung nach Bunnell-Naht Rekonstruktion im ex vivo Schweinemodell

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URI: http://hdl.handle.net/10900/101674
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1016742
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-43053
Dokumentart: Dissertation
Date: 2020-06-19
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Ateschrang, Atesch (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2019-09-25
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Achillessehne , Achillessehnenriss , Naht , Dehiszenz , Zugversuch , Nahtmaterial
Other Keywords: Bunnell
Pontos 5M
Dehiszenzspaltbildung
License: Publishing license excluding print on demand
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Inhaltszusammenfassung:

Das Ziel der experimentellen Arbeit war es, die etablierte Sehnennahttechnik nach Bunnell in modifizierter Ausführung unter Verwendung verschiedenen Nahtmaterials (LabralTape™ und FiberTape, Firma Arthrex) im Achillessehnenmodell zu testen. Hierfür sollte anhand axialer mechanischer Zugversuche der Unterschied zwischen LabralTape™ und FiberTape in Bezug auf Maximalkraft (Fmax) und Kraft bei 3mm-Dehiszenzspaltbildung (F3mm) ermittelt werden. Ein Kraftunterschied von 50 N wurde als klinisch relevant festgelegt. Es wurden axiale Sehnenzugversuche durchgeführt. Als Versuchssehnen dienten 134 tiefe Flexorensehnen von hinteren rechten Schweinefüßen. Es wurde eine Materialprüfmaschine vom Typ zwickiLine 2.5TN verwendet. Die Analyse der 3mm-Dehiszenzspaltbildung erfolgte mit Hilfe einer Pontos 5M Hochgeschwindigkeitskamera. Die Anzahl (N) an Versuchen sowie die Teststatistik leiteten sich aus der vorausgehenden Fallzahlplanung ab. Es konnte gezeigt werden, dass FiberTape signifikant höhere Maximalkraftwerte ermöglicht (p < 0,001). Der Median für Fmax bei LabralTape™ lag bei 554,6 N. Bei FiberTape lag der Median für Fmax bei 650,2 N. Die Kraft bei 3mm-Dehiszenzspaltbildung (F3mm) verhielt sich bei LabralTape™ und FiberTape dagegen sehr ähnlich. Hier konnte kein signifikanter Unterschied festgestellt werden (p = 0,227). Der Median für F3mm lag bei LabralTape™ bei 144,7 N. Bei FiberTape lag der Median für F3mm bei 135,1 N. FiberTape führte in 100 % der Fälle zum Testversagen durch Sehnenausriss. LabralTape™ versagte in ca. 57 % der Fälle aufgrund eines Fadenrisses. Im Vergleich zu Sehnenzugversuchen anderer Studien wiesen LabralTape™ und FiberTape in Kombination mit der Bunnell-Nahttechnik eine äußerst hohe mechanische Belastbarkeit auf. Beim Nahtmaterial handelte es sich um nicht-resorbierbare Polyethylenfäden. Sie bieten ein hohes Potential für eine stabile Versorgung von akuten Achillessehnenrupturen. Die Ergebnisse der Arbeit werden dadurch limitiert, dass es sich um ex vivo Schweinemodellversuche von Achillessehnenrupturen handelt. Bei den Versuchen wirkten allein axiale Kräfte auf die Sehnen. Weiterführende Tests mit zyklischen Belastungen müssen zeigen, in wie weit sich das Nahtmaterial auch für in vivo Bedingungen eignet.

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