Die funktionskieferorthopädische Behandlung von Säuglingen mit Robin Sequenz mit der „Pre-Epiglottic Baton Plate“: Eine 10-jährige Erfahrung

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URI: http://hdl.handle.net/10900/100700
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1007005
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-42080
Dokumentart: Dissertation
Date: 2020-05-15
Language: German
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Poets, C.F. (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2019-09-25
DDC Classifikation: 610 - Medicine and health
Keywords: Neonatologie
License: Publishing license including print on demand
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Inhaltszusammenfassung:

Das Ziel dieser Studie ist es, die Wirkung der Tübinger Spornplatte auf die obstruktive Atemstörung, die Sauerstoffentsättigungen und auf die Gedeihstörung der Säuglinge mit isolierter Pierre Robin Sequenz zu überprüfen. Dazu wurden die Daten von 120 Säuglingen mit isolierter RS retrospektiv untersucht. Die Aufzeichnungen der durchgeführten Polysomnographien bei Aufnahme, während der Plattenbehandlung und nach drei Monaten wurden auf gemischte Apnoen, auf Hypoxämien und Hyperkapnien hin ausgewertet. Es konnte bei allen Patienten eine Verbesserung der gemischt obstruktiven Apnoen und Hypoxämien, eine Verbesserung des kapillären pH und pCO2 verzeichnet werden. Die Abschätzung der Schwere der Atmungsstörung und die Auswertung der Therapieergebnisse erfolgten durch Polygraphien. Es wurde eine Verbesserung des MOAI um 72,95 Prozent und des DI80 um 71,61 Prozent erreicht. 21,4 Prozent der Kinder unserer Studie werden durch die Therapie mit der PEBP erfolgreich von oberen Atemwegsobstruktionen geheilt. Die problematische Atmungssituation wird bei der Nahrungsaufnahme durch vermehrte Atemanstrengung zusätzlich verstärkt, woraus bei den Kindern regelmäßig Gedeihstörungen resultieren. Dies macht den Einsatz unterstützender Maßnahmen bei der Nahrungsaufnahme, wie Ernährung über eine nasogastrale Sonde oder auch die Gastrostomie, notwendig (Caouette-Laberge L et al., 1994). Unter der Therapie mit der PEBP konnte die Anzahl der Kinder mit nasogastraler Sonde von 17 auf vier reduziert werden. Dies bringt nicht nur eine Erleichterung für die Eltern in der Versorgung ihrer Kinder mit sich, sondern trägt auch zur Verkürzung der stationären Aufenthaltsdauer bei. Des Weiteren kann eine positive Gewichtsentwicklung bis zum Kontrolltermin, sowie die rückläufige Anzahl an Säuglingen mit nasogastraler Sonde bis zur Entlassung (Cochran`s- und McMenar-Test p < 0,001) postuliert werden. Der Vergleich der medianen SDS-Werte lässt einen positiven Effekt der Plattenbehandlung auf das Gedeihen, die erschwerte Atemanstrengung sowie die Saug- und Schluckstörungen produzieren. Die Tübinger Gaumenplatte zeigte sich in der Behandlung von 120 Säuglingen mit isolierter RS als eine wirksame, nicht-invasive Therapiealternative.

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