Outcome of sepsis due to Pseudomonas aeruginosa: Impact of antibiotic resistance and therapy

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URI: http://hdl.handle.net/10900/100381
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1003817
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-41761
Dokumentart: Dissertation
Date: 2020-05-08
Language: English
Faculty: 4 Medizinische Fakultät
Department: Medizin
Advisor: Tacconelli, Evelina (Prof. Dr.)
Day of Oral Examination: 2020-02-24
DDC Classifikation: 500 - Natural sciences and mathematics
610 - Medicine and health
Keywords: Pseudomonas aeruginosa , Sepsis , Sterblichkeit , Antibiotikaresistenz
Other Keywords: Carbapenem-Resistenz
Mortalität
Antibiotic therapy
Antibiotic resistance
Risk factors
Combination therapy
License: Publishing license excluding print on demand
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Inhaltszusammenfassung:

Hintergrund: Pseudomonas aeruginosa zählt zu den häufigsten Ursachen einer gram-negativ bedingten bakteriellen Sepsis. Hohe Mortalitätszahlen sind besonders bei Patienten mit schweren Grunderkrankungen zu verzeichnen. Charakteristisch für das Bakterium ist nicht nur die hohe intrinsiche Antibiotikaresistenz, sondern auch die Fähigkeit zusätzlich Resistenzmechanismen zu erlangen. Die weltweit steigenden Resistenzraten, insbesondere die der multiresistenten Stämme, erschweren eine adäquate Therapie hospitalisierter Patienten. Methodik: Im Rahmen dieser Dissertation wurden die Gesamtmortalität und Risikofaktoren von Patienten mit einer durch das Pseudomonas aeruginosa Bakterium verursachte Sepsis untersucht. Als sekündäre Zielvariabeln wurde die Mortalität in Bezug auf adäquate antimikrobielle Therapie, antimikrobielle Kombinations- bzw. Monotherapie und Multiresistenz (definiert als Resistenz gegen mindestens zwei Pseudomonas-wirksame Antibiotika) untersucht. In die retrospektive Kohortenstudie wurden Patienten eingeschlossen, die sich im Zeitraum Januar 2009 bis Oktober 2015 in stationärer Behandlung am Universitätsklinikum in Tübingen befanden. Es wurden epidemiologische, medizinische und mikrobiologische Daten aus den Patientenakten erhoben und im Rahmen einer Ereigniszeitanalyse wurde das Cox-Regressionsmodell zur uni- und multivariaten Analyse der Daten herangezogen. Ergebnisse: Insgesamt konnten Daten von 104 Patienten mit einer Pseudomonas aeruginosa Blutstrominfektion analysiert werden. Die Gesamtmortalität der Kohorte betrug 37.5 %. Die univariate Analyse zeigte einen signifikanten Zusammenhang zwischen der Mortalität und folgenden Risikofaktoren: Chemotherapie (adjusted HR 2.12 [95% CI 1.0-4.5], p=0.04), Neutropenie (adjusted HR 2.54 [95% CI 1.25-5.18], p=0.01), unbekannte Infektionsquelle (adjusted HR 2.45 [95% CI 1.28-4.69], p=0.006), Multiresistenz (adjusted HR 3.05 [95% CI 1.53-6.08], p=0.001) und inadäquate empirische Antibiotika-Therapie (adjusted HR 2.24 [95% CI 1.12-4.49], p=0.02). Die Gesamtmortalität für Patienten mit einer adäquaten empirischen Monotherapie, einer inadäquaten empirischen Monotherapie, einer adäquaten empirischen Kombinationstherapie und einer inadäquaten empirischen Kombinationstherapie waren wie folgt: 21% (10/47), 53% (7/13), 45% (11/24) and 75% (6/8). Die multivariate Datenanalyse konnte Multiresistenz (adjusted HR 3.40 [95% CI 1.28-9.03], P=0.01) als einen unabhängigen Risikofaktor für erhöhte Mortalität feststellen. Zusammenfassung: Die Ergebnisse der Analyse heben die hohe Mortalität für Sepsis durch Pseudomonas aeruginosa hervor. Stämme mit mindestens zwei Resistenzen stellen den Hauptrisikofaktor für erhöhte Mortalität dar. Die Studie kann keine therapeutische Überlegenheit einer antimikrobiellen Kombinationstherapie gegenüber einer Monotherapie feststellen. Die Ergebnisse unterstützen die bisherige Beweislage für die Auswirkung von empirischer Antibiotikatherapie auf die Mortalität für Patienten mit einer Pseudomonas aeruginosa Sepsis und liefern wichtige Daten für das Verständnis einer rationalen Antibiotikaanwendung („Antibiotic Stewardship“).

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