Reintegration haftentlassener Terroristen in die Gesellschaft – Zu der Notwendigkeit und der inhaltlichen Ausgestaltung sozialpädagogischer Unterstützungsmaßnahmen am Beispiel der baskischen (politischen) Gefangenen

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Zitierfähiger Link (URI): http://hdl.handle.net/10900/73952
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-739520
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-15358
Dokumentart: Dissertation
Erscheinungsdatum: 2016
Originalveröffentlichung: Tübinger Schriften und Materialien zur Kriminologie ; 36
Sprache: Deutsch
Fakultät: 6 Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät
Fachbereich: Erziehungswissenschaft
Gutachter: Stauber, Barbara (Prof. Dr. rer. soc.)
Tag der mündl. Prüfung: 2016-06-03
DDC-Klassifikation: 340 - Recht
360 - Soziale Probleme, Sozialdienste, Versicherungen
Schlagworte: Terrorismus , Strafvollzug , Resozialisierung , Stigma
Freie Schlagwörter: Friedensprozess
Deradikalisierung
Wiedereingliederung
peace process
rehabilitation
imprisonment
deradicalisation
Terrorism
reintegration
Lizenz: http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=de http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=en
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Inhaltszusammenfassung:

Am Beispiel der Situation im Baskenland wird der Frage nachgegangen, ob haftentlassene so genannte „Terroristen“ einer spezifischen Unterstützung während des Reintegrationsprozesses bedürfen. Da bislang wenig über die baskischen (politischen) Gefangenen bekannt ist, werden in einem ersten Schritt die soziodemographischen und strafvollzugsbezogenen Merkmale derjenigen Inhaftierten untersucht, die im Zusammenhang mit dem Konflikt in und um das Baskenland wegen ihrer politisch-motivierten Taten auf der Grundlage der zuvorderst spanischen, aber auch französischen Terrorismusgesetzgebung inhaftiert wurden, um ein Bild der (potentiellen) Klienten skizzieren zu können. Im Hinblick auf eine mögliche sozialpädagogische Ausgestaltung des Reintegrationsprogrammes wird in einem zweiten Schritt das neuerdings entwickelte bzw. sich noch im Entwicklungsprozess befindliche „Programm Hitzeman“ der baskischen Regierung diskutiert und diesem zur weiteren ergänzenden Ausgestaltung kontrastierend die explizit für eine ähnliche Klientel geschaffenen Reintegrationsprogramme in anderen Ländern gegenübergestellt. Die Studie zeigt auf, dass die Wiedereingliederung von ehemaligen so genannten „Terroristen“ in die Gesellschaft über ein spezifisches Reintegrations- bzw. Rehabilitierungsangebot verlaufen muss, um das Stigma „Terrorist“ effektiv überwinden zu können.

Abstract:

Using the example of the situation in the Basque Country the question of whether so-called "terrorists" need to get specific support during their reintegration process is examined. Little is known about Basque (political) prisoners. Therefore, in the first step the sociodemographic and prison-related characteristics of those detainees from the Basque Country, who are imprisoned due to the Spanish (and/or French) terrorism laws, are analyzed in order to be able to sketch a picture of the (potential) clients of social work approaches. With regard to a possible development of the reintegration program with social work measures, the newly implemented "Hitzeman" program of the Basque government is discussed in a second step. Reintegration programs in other countries, which are explicitly created for similar clients, are contrastively analyzed. The study shows that the reintegration of former so-called "terrorists" into society needs a specific reintegration or rehabilitation program in order to effectively overcome the stigma "terrorist".

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